Liebes Publikum,

Sollen wir mit dem Ende anfangen? Christoph Eschenbach dirigiert das Abschlusskonzert des Brugg Festivals 2026. Was muss man noch mehr sagen, um freudig und dankbar zu sein, über das, was wir in den vergangenen vier Jahren erreicht haben. Musikalische Sternstunden, Staunen und Aufmerksamkeit über die Stadt und den Kanton hinaus, haben uns motiviert, wieder ein Programm zu gestalten, das begeistern wird. Wie immer soll die Schwelle so niedrig sein, dass jeder eintreten kann – um dabei Klassik auf höchstem Niveau zu geniessen.

Thematisch legen wir dieses Mal einen Fokus auf die Natur, genauer gesagt, den Wald als Ort der Entspannung. Inspiriert hat mich dazu der gemeinnützige Verein «Buser World Music Forum», welcher das Festival unterstützt und sich dieses Jahr dem Wald widmet. In der Natur begegnen sich alle Generationen – so wie es auch beim Brugg Festival sein soll.

Unser Familienkonzert «Peter und der Wolf» ist nur ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit mit den hiesigen Schulen. Ohne das Musikvermittlungsprojekt «echo» könnte ich mir das Festival gar nicht mehr vorstellen, denn wir möchten Kinder und Jugendliche mit jeglichem Bildungshintergrund erreichen.

Das Brugg Festival steht für eine Mischung von Künstlerinnen und Künstlern, die nur hier zustande kommt. Oft begegnen sie sich zum ersten Mal. Ich versuche intuitiv Leute zusammenzubringen, die durch ihr Zusammenspiel etwas Besonderes schaffen. Wir wollen alles anbieten: Oper, Orchester, Kammermusik und Grenzüberschreitendes. So entsteht eine Festival-Community von handverlesenen Künstlerinnen und Künstlern, das spürt auch das Publikum. Sichern Sie sich Ihren Platz und freuen Sie sich auf zwölf bereichernde Konzerterlebnisse.

Sebastian Bohren
Künstlerische Leitung

Interview

«Mein Traum für 2026: ausverkauftes Haus!»

Guten Tag Herr Bohren! Jetzt darf ich Sie schon zum vierten Mal als Künstlerischer Leiter des Brugg Festivals interviewen. Gehen Sie inzwischen mit Routine an die Arbeit oder noch mit einer gewissen Aufregung, weil man nie im voraus weiss, wie es läuft?

Wenn ich daran denke, dass dies die vierte Ausgabe ist, fühlt sich das ganz unglaublich an. Die Abläufe werden routinierter; die Identität des Festivals schält sich immer mehr heraus. Es ist ein bisschen wie beim Geige spielen: Wenn man versucht, nur erfolgreiche Elemente vom letzten Auftritt zu wiederholen, wird es nicht gut. Man muss vielmehr durch den ganzen Entwicklungsprozess gehen und versuchen, sich neu zu erfinden.

Wie gehen Sie denn die Planung des Festivals an?

Inzwischen weiss ich, wie ich die Konzertwoche strukturiere; es gibt Hauptgänge, die gesetzt sind, und Amuse-Bouches. Trotzdem wird alles frisch gekocht mit neuen Ideen. Man steht dennoch jedes Jahr wieder vor einem Berg und es bleibt eine Herausforderung, ihn zu erklimmen. Dazu gehört ein gutes Team. Ich bin überzeugt, es gibt kaum ein so grosses Festival, das von so wenig Personen organisiert und durchgeführt wird.

Auch 2026 gibt es spannende Konzerte und aussergewöhnliche Auftritte. Was möchten Sie besonders hervorheben? 

Wir haben die Gruppe der «Jungen» aus der renommierten Kronberg Academy mit der kanadisch-südafrikanischen Cellistin Luka Coetzee, den Geigerinnen Hae-Sue Lee, Pauline van der Rest sowie Timothy Ridout. Dann haben wir etablierte internationale Gäste wie Esther Yoo, Dmitry Smirnov und Matthew Lipman an der Violine und Viola, und den Pianisten Georgijs Osokins. Dazu natürlich unsere Schweizer Künstler Reto Bieri, Fabian Ziegler und den Hackbrett-Spieler Christoph Pfändler. Ich freue mich auch auf den Multi-Instrumentalisten Sergej Malov, der das Spiel auf einem seltenen Violoncello da spalla beherrscht.

Jetzt haben Sie die glanzvollen Eröffnungs- und Abschlusskonzerte noch nicht erwähnt.
Genau. Am 6. September setzen wir nämlich einen fulminanten Auftakt mit der Kremerata Baltica und einem recht populären Programm. Zum Abschluss erweist uns der Dirigent Christoph Eschenbach die Ehre, mit seinen 85 Jahren ist er eine Legende. Die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern habe ich seit Jahren bearbeitet, einmal nach Brugg zu kommen, denn ich möchte hier Orchester präsentieren, die man noch nicht aus Zürich, Basel oder Aarau kennt.

Wie kommen Sie an solche Koryphäen – und wie machen Sie ihnen die Reise nach Brugg schmackhaft?

Ich versuche, jeden persönlich anzufragen und gehe erst im zweiten Schritt über die Agentur. Manchmal stelle ich den Kontakt über befreundete Musiker her – und sogar über Instagram. Interessant ist: Die eingeladenen Künstler schauen sich die Festival-Impressionen auf der Webseite an und möchten dann gerne kommen! Die Fotos strahlen die heitere Stimmung in Brugg aus; sie sehen das begeisterte Publikum und die schönen Spielorte. Im Fall von Christoph Eschenbach kann ich sagen, dass ich ihn über Daniel Hope kennengelernt habe. Der Maestro hat sich sein ganzes Leben für junge Musiker eingesetzt und möchte das «junge» Festival mit seiner Präsenz unterstützen. Er freut sich sehr darauf! Damit übermittelt er uns einen guten Wunsch für die Zukunft.

Im Zentrum des Brugg Festivals steht inzwischen das Musikvermittlungsprogramm «echo». Warum ist Ihnen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen so wichtig?

Ich versuche, jeden persönlich anzufragen und gehe erst im zweiten Schritt über die Agentur. Manchmal stelle ich den Kontakt über befreundete Musiker her – und sogar über Instagram. Interessant ist: Die eingeladenen Künstler schauen sich die Festival-Impressionen auf der Webseite an und möchten dann gerne kommen! Die Fotos strahlen die heitere Stimmung in Brugg aus; sie sehen das begeisterte Publikum und die schönen Spielorte. Im Fall von Christoph Eschenbach kann ich sagen, dass ich ihn über Daniel Hope kennengelernt habe. Der Maestro hat sich sein ganzes Leben für junge Musiker eingesetzt und möchte das «junge» Festival mit seiner Präsenz unterstützen. Er freut sich sehr darauf! Damit übermittelt er uns einen guten Wunsch für die Zukunft.

Im Zentrum des Brugg Festivals steht inzwischen das Musikvermittlungsprogramm «echo». Warum ist Ihnen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen so wichtig? 

Das «echo»-Projekt wächst und wächst. Bisher hat sich die Teilnehmerzahl jedes Jahr verdoppelt. Neben unserer Stammhörerschaft soll es in Brugg kulturelle Teilhabe geben – «echo» zieht alle Schulstufen an. Wir möchten aber auch die Eltern ansprechen. Indem wir bekannte und weniger bekannte Kompositionen vorstellen, fördern wir die Wahrnehmung klassischer Musik. Noch wichtiger ist mir jedoch die Begegnung mit den ausführenden Musikerinnen und Musikern – Menschen, die in ihrem Fach hervorragend sind. Durch ihren Enthusiasmus soll der Funke überspringen, so wie es bei mir selbst war.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft … Welche Entwicklung wünschen Sie sich für das Festival? Gibt es einen Stern, nach dem Sie insgeheim greifen?

Ja. Kürzlich sprach ich zum Lions Club Brugg und war überrascht, dass so viele Menschen das Festival nicht kannten. Das muss sich ändern! Es wäre für mich ein Traum, ein Festival zu erleben, bei dem alle Konzerte voll sind. Das Festival soll schweizweite Ausstrahlung erlangen, so dass die gesamte Region stolz darauf sein kann.

Das Gespräch führte Gabriele Spiller.

Eine Botschaft unseres Unterstützers «Buser World Music Forum» (BWMF)

Der Schweizer Waldschutz wird 150 Jahre alt! 

Zum Jubiläum des Schweizer Waldgesetzes, welches unsere Wälder seit 1876 schützt, widmet sich der gemeinnützige Verein BWMF dem Wald mit all seinen Facetten. Ob als Rückzugsort, Lebensraum für unzählige Lebewesen, Ort für Spiel und Sport oder als vielfältige Lebensgrundlage: Der Wald ist ein unbezahlbares Gut für uns alle. Unter dem Titel «Unser Wald» will der BWMF das Jubiläum des Schweizer Waldschutzes feiern und gleichzeitig die Frage stellen: Welchen Wald wollen wir in Zukunft?

Der gemeinnützige Verein BWMF aus dem Solothurnischen Trimbach bei Olten bezweckt die Förderung und Durchführung von Projekten in den Gebieten der Philosophie, Kunst, Kunsterziehung, Literatur und Musik. Ausserdem steht die Förderung von Umweltschutzprojekten im Fokus.»

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