Dienstag, 03.09. | 19:30 Uhr

Josef Špaček und Sebastian Bohren Violinen
Matthew Lipman Viola
Reto Bieri Klarinette
Anastasia Kobekina und Tomáš Jamník Violoncelli
Yekwon Sunwoo Klavier

Wolfgang Amadé Mozart: Quintett für Klarinette und Streichquartett A-Dur KV 581 ‹Stadler-Quintett›
Frank Martin: Trio sur des mélodies populaires irlandaises
Antonín Dvořák: Klaviertrio Nr. 4 e-Moll, op. 90 ‹Dumky›

Dienstag, 3. September 2024 | 19:30 Uhr
Einlass 30 Minuten vor Konzertbeginn.

Veranstaltungsort:
Reformierte Stadtkirche, Kirchplatz, 5200 Brugg
(Garderobe und Toilette vor Ort / Barrierefrei, mit WC für Rollstuhlfahrer:innen)

Volksweisen in klassischer Verkleidung

Reto Bieri ist zurück: Der Schweizer Klarinettist hat am ersten Brugg Festival das Eröffnungskonzert mitgestaltet und spielt nun mit Mozarts Klarinettenquintett ein Paradewerk für sein Instrument. Im dritten Satz lässt Mozart die Klarinette einen Ländler spielen und zeigt damit, dass auch klassische Komponisten sich bisweilen von Volksmusik inspirieren lassen. Antonín Dvořák war regelrecht begeistert von der ‹Dumka›, einem ukrainischen Volkslied, bei dem sich langsame, melancholische und schnelle, tanzartige Teile abwechseln. Sein viertes Klaviertrio enthält sechs ‹Dumky›, besteht aber aus der klassischen Besetzung von Klavier, Violine und Cello. Ebenso das Trio von Frank Martin, für welches sich der Schweizer Komponist intensiv mit irländischer Volks- und Tanzmusik auseinandersetzte. Daraus entstand ein derart gelungenes Werk, dass man sich fragen muss, warum dieses Stück nicht grössere Bekanntheit erlangt hat. Ein zentrales Anliegen des Brugg Festivals ist es, solche schweizerischen Geheimtipps bekannter zu machen. Werden Sie Teil dieser Entdeckungsreise und geniessen Sie das Neuartige zwischen den bekannten Klassikern.


Frank Martin (1890–1974)
Der in Eaux-Vives bei Genf geborene Pfarrerssohn schrieb mit neun schon Lied-Kompositionen, bevor er überhaupt Klavierunterricht erhalten hatte. Später studierte zwei Jahre lang Mathematik und Physik, bevor er sich ganz der Musik, insbesondere die Kammermusik, zuwandte. 1946 siedelte er in die Niederlande über. Er entwickelte eine Synthese aus der Zwölftontechnik Arnold Schönbergs und der traditionellen klassischen tonalen Musik. Schwerpunkt seines Schaffens sind Vokalwerke, darunter Oratorien und musikdramatische Werke.

Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Das Gesamtwerk des ‹musizierenden Wunderkinds› aus der Getreidegasse in Salzburg umfasst rund 1060 Titel, darunter 18 Messen, 30 Klavierkonzerte, etwa 60 Sinfonien und 21 Opern. Mozart ist die wohl schillerndste Figur der Klassik überhaupt. Bereits den sechsjährigen Pianisten führten Konzertreisen nach Paris und London, mit 12 hatte er schon drei Opern komponiert, mit nur 35 Jahren starb er unter ungeklärten Umständen in Wien. Doch mehr als zwei Jahrhunderte später vergeht auf der Welt kein Tag, ohne dass eines seiner Werke aufgeführt wird.

Antonín Dvořák (1841–1904)
Der Tag, an dem Dvořáks Erfolg begann, lässt sich genau bestimmen: Am 18. November 1778 erschien in der Berliner National-Zeitung eine euphorische Besprechung seiner ‹Slawischen Tänze›. Über Nacht wurde der Prager Komponist mit Aufträgen überschüttet, was ihm erlaubte, ein gewaltiges Œuvre von mehr als 100 Opusnummern zu schaffen. Darin verband er Traditionen seiner böhmisch-mährischen Heimat mit der europäischen Kunstmusik. 1892 war Dvořák der erste europäische Komponist von Rang, der dem Ruf nach Amerika folgte.
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